Langwieser Viadukt
284 Meter lang, 62 Meter hoch, 100 Meter Spannweite – und bei seiner Fertigstellung 1914 die größte Eisenbetonbrücke der Welt. Der Langwieser Viadukt der Arosabahn über die Plessur war von Anfang an kein gewöhnliches Bauwerk. Wegen des Baumaterialmangels und der Transportschwierigkeiten kam hier nur eine Stahlbetonkonstruktion in Frage. Eine damals kaum erprobte Technik – und ein Wagnis, das aufging.
Die Arosabahn wurde am 12. Dezember 1914 eröffnet, nach gut zwei Jahren Bauzeit. Bis zu 3000 Arbeiter waren auf der ganzen Strecke im Einsatz. Die Brücke bestand ihren Abschlusstest mit Bravour: Bei Belastung mit einer Dampflokomotive und drei schwer beladenen Güterwagen senkte sie sich um weniger als einen Millimeter.
Heute gilt der Viadukt als Kulturgut von nationaler Bedeutung und zählt zu den bekanntesten Brücken der Schweiz. Der Zug, der hier oben mit einigen Güterwagen über die Brücke rollt, schreibt diese Geschichte einfach weiter.

























