Monument Valley
Die Navajo nennen es Tsé Biiʼ Ndzisgaii — Tal des Lichts, Tal der Felsen. Beides stimmt. Sie sagen, das Wesen dieser Landschaft offenbare sich erst in der Bewegung. Wer hier eine Weile über die staubige Piste fährt, beginnt allmählich zu verstehen, was damit gemeint ist.
John Ford verstand es sofort. Der Regisseur kam vor fast neunzig Jahren hierher, erkannte die dramatische Kraft dieser Kulisse und setzte dem Tal mit seinen Westernfilmen ein filmisches Denkmal. Seither prägt das Monument Valley unsere Vorstellung vom Wilden Westen — eine Vorstellung, die mehr mit Licht und Sandstein zu tun hat als mit tatsächlicher Geschichte.
Geologisch sind die Tafelberge, Felsnadeln und Buttes über Jahrmillionen entstanden: Sedimentschichten wurden durch tektonische Kräfte angehoben und von Wind und Wasser abgetragen, bis nur das Härteste übrig blieb.
Diese Bilder sind eine Hommage an die urgewaltige Landschaft, die sich diese Formen über Äonen geformt hat, an den visionären Blick John Fords, der als einer der Ersten ihre dramatische Kraft erkannte, und an die Sichtweise der Navajo. Für sie ist das Monument Valley weit mehr als bloße Felsen. Es ist ein Ort von tiefer Bedeutung, geprägt von der Verbundenheit mit den Ahnen und den Kräften der Natur — eine Landschaft, die sich erst dann erschließt, wenn man sich Zeit nimmt und sich ihr öffnet.
weitere Informationen zur Serie
Monument ValleyBilder Online
8








